Selbstversorger

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Selbstversorgung für Jedermann: 4 Alternativen zum Supermarkt

Wir alle wissen es: Nachhaltiges Einkaufen und biologische Lebensmittel sind besser für uns und unsere Umwelt. Wer nicht mehr wöchentlich in den Supermarkt trotten und vom kommerziellen Angebot an Ernährungsprodukten erschlagen werden will, kann mittlerweile auf 4 tolle Alternativen zum Supermarkt zurückgreifen!

4 Wege, sich zuhause selbst zu versorgen

1. Bestellung von regionalen Produkten
Wer den Supermarkt vermeiden will, kann sich ökologische Produkte vom Bauernhof nach Hause liefern lassen: Obst- und Gemüsekisten kommen so als Abo bis in die eigene Küche. Der Vorteil: Die Bio-Produkte sind dadurch garantiert saisonal und regional – es wird nur geliefert, was gerade in der Umgebung wächst. Bei der Umweltberatung gibt es alle Biokistl-Anbieter in Österreich zum Nachlesen. Auch Steiner’s Öko Fragnerei ist ein Marktplatz für regionale Kleinerzeuger – die Waren können nach Hause geliefert oder donnerstags in der Josefstädterstraße in Wien abgeholt werden. Der Verein NETs.werk ist in mehreren Bundesländern aktiv.

 

2. Einkaufen in Food-Coops
Sogenannte Food-Coops sind Lebensmittelkooperativen – private Einkaufsgemeinschaften, die selbst organisiert Bio-Produkte direkt von lokalen Anbietern beziehen und sie zum Verkauf oder auch zum Teilen anbieten. Oft lassen sich die gewünschten Waren auch online bestellen. Sie können auch eine eigene Food-Coop gründen! In Wien gibt es z.B. die Bioparadeis oder den Fresskorb.

 

3. Selbst ernten

Selbsternte

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In vielen österreichischen Bundesländern gibt es Pflückgärten, in denen einzelne Felder gemietet werden können. Die Vermieter bauen Bio-Pflanzen an und betreuen sie, und die Mieter dürfen selbst ernten! Die einzelnen Standorte in Österreich finden sich bei Selbsternte. Alternativ können Sie auch ein Feld mieten und selbst bestellen, z.B. die Ökoparzellen der Stadt Wien.

 

4. Zuhause anbauen
Die ultimative Selbstversorgung ist natürlich, seine Nahrung selbst anzubauen. Auch ohne Garten, Terrasse oder Balkon ist das möglich! Wichtig sind nur die richtigen Pflanzentöpfe und -erde sowie ein sonniges Plätzchen. Um die Nützlinge zu ersetzen, reichen Bio-Dünger wie Kaffeesatz oder benutzter Tee. Durch die durchgehend warmen Temperaturen in Wohnungen sind bei vielen Gemüsesorten sogar 2 oder 3 Ernten pro Jahr möglich!

Mit den „Eschenfelder Sprossengläsern“ von denn’s lassen sich leckere Sprossen ziehen!

Bohnen und Erbsen
Ein Blumenkasten mit Untersetzer ist am besten geeignet, um überschüssiges Gießwasser aufzufangen. Dieser sollte direkt vor einem Fenster oder einer Glastür stehen. Vertikale Fäden oder Holzstäbe dienen den Pflanzen als Rankhilfe. Von März bis Oktober sind so 2 bis 3 Ernten möglich.

Tomaten, Gurken und Zucchini
Verwenden Sie für Tomaten einen Topf mit mindestens 10 Litern Inhalt und 2 bis 3 Stäbe in der Erde, die oben zusammengebunden werden. Achten Sie auf viel natürliches Licht für den vollen Geschmack und schütteln Sie die Blüten zur Befruchtung ab und zu vorsichtig. Ab März können Sie mit 2 Ernten pro Jahr rechnen. Gurken und Zucchini brauchen ebenfalls große Töpfe, aber mehr Fläche und weniger Höhe.

Radieschen
Radieschen sind besonders einfach anzubauen – sie werden einfach in einen Blumenkasten gesät. Innerhalb weniger Wochen sind die roten Früchte erntereif! Die Aufzucht ist mehrmals hintereinander und das ganze Jahr über möglich.

Zwiebeln und Lauchgewächse
Zwiebel jeder Größe und Farbe sowie Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Bärlauch oder Porree lassen sich völlig unkompliziert zuhause auf dem Fensterbrett ziehen!

Ingwer und Kurkuma
Diese Knollen brauchen etwas Pflege und Geduld, können aber endlos vermehrt werden. Zuerst werden die Wurzelknollen zu Beginn des Frühjahrs in warmes Wasser über Nacht eingelegt. Einen Blumentopf mit Anzuchterde zu 2/3 füllen und die Wurzel in die Erde setzen und mit etwa 2 cm Erde/Humus bedecken. Mittels einer Sprühflasche mit warmen Wasser täglich befeuchten. Eine Abdeckung mittels einer Lebensmittelfolie oder eine Konstruktion aus Ästchen verschafft der Pflanze einen luftfeuchten Raum. An einen hellen, warmen und zugfreien Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung stellen. 8 bis 10 Monate später können die ersten Ingwerknollen und Gelbwurzeln geerntet werden – der Erntezeitpunkt ist erreicht, wenn die Blätter anfangen, gelb zu werden. Wenn sich nach ein paar Wochen der erste Trieb zeigt, muss die Pflanze umgetopft und an einen sonnigen Platz gestellt werden.

Feldsalat und Kohlrabi
In einem Blumenkasten oder ausreichend großem Topf können Sie Salat und Kohlrabi problemlos in der Wohnung anbauen und die frischen Zutaten mehrmals im Jahr ernten.

Kräuter
Auch frische Kräuter wachsen ideal direkt auf dem Fensterbrett im Sonnenlicht.

Frische Kraeuter

Foto: nile/pixabay.com

 

Für mehr Tipps und Tricks zur Selbstversorgung empfehlen wir den Blog „Experiment Selbstversorgung“! Viel Spaß beim Lesen und nachhaltig konsumieren!

In Kategorie: Allgemein, Intern

Über die Autoren

Sandra und Yvonne sind die Inhaberinnen von DIE MARILLA, Wiens grüner Werbeagentur. Sie bloggen hier über Nachhaltigkeit im Privat- und Berufsleben. Und informieren über DIE MARILLA-Neuigkeiten.

2 Kommentare

  1. Liebe Sandra Lehninger, liebe Yvonne Cerepak,

    ich mag‘ es sehr, wie ihr schreibt, blogt, Fotos auswählt… freu‘ mich jedesmal, wenn’s was Neues gibt! Danke für die Erwähnung der „selbsternte“ als Möglichkeit zur teilweisen Selbstversorgung! Kleine Anmerkung: die Biobauern bauen zwar an, aber pflegen und ernten erledigen die Parzellennutzer selbst (also nicht nur ernten). Den allermeisten macht ja die Gartenarbeit auch Spass…
    Herzliche Grüße,
    Regine Bruno

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